Odeon Theater Goslar

Odeon-Theater



Theaterpädagogik
Das "Goslarer Modell"

Die theaterpädagogische Arbeit in Goslar wurde 1986 unter Leitung des damaligen Intendanten des Odeon-Theater Jörg Peter Nebelung initiiert.

Seit 1993 wird diese Arbeit von Odeon Dramaturg Axel Dücker durchgeführt, der bereits seit 1988 an der Entwicklung des „Goslarer Modells“ beteiligt war. Ein wesentlicher Baustein dieser theaterpädagogischen Arbeit ist die kontinuierliche Betreuung aller Schüler ab der 5. Klasse durch einen Theaterfachmann.

So beinhaltet das theaterpädagogische Angebot neben Führungen durch das Odeon-Theater und Maskendemonstrationen mit der Maskenbildnerin Eva Potratzki aus Hannover, zahlreiche altersgemäße Workshops und Vorträge zu Themen rund um das Theater. In der „Erstbegegnung für 5. Klassen“ werden zunächst einige Grundbegriffe und Fragen der Schüler an das Theater thematisiert. Was macht ein Regisseur und was ist eine Souffleuse? Was ist ein Schauspiel, eine Oper oder ein Musical? Worin unterscheiden sich Fernsehen, Kino und Theateraufführungen? Abschließend spielen die Schüler verschiedene Situationen unter Anleitung nach.

Beim „Blick hinter die Kulissen – Führung durch das Odeon- Theater“ lernen die Schüler allerlei Wissenswertes über Kostüme, Bühnenbilder, Lichteffekte und Bühnentechnik kennen. Im Rahmen einer pantomimischen Übung proben die Schüler ihre schauspielerischen „Fähigkeiten“ auf der Bühne.

Der erste Workshop für die 6. Klassen beinhaltet einige spielerische Übungen zu Raum, Körper, Bewegung und Rhythmus. Im Mittelpunkt steht dabei die Arbeit des Schauspielers und die Frage: „Wie wird man eigentlich Schauspieler?“

In der 7. Klasse folgt ein Workshop mit der Maskenbildnerin Eva Potratzki vom Theater in Hannover, der stellvertretend für die handwerklichen Berufe am Theater steht.

Unter dem Motto „Einblicke in die Regie und Dramaturgie“ werden mit 8. Klassen kurze Szenen entwickelt und darge- stellt. Im Mittelpunkt stehen die Begriffe „Wirkung“ und „Spannung“ auf der Bühne. Diskutiert werden auch die unterschiedlichen Gestaltungsmittel von Theater, Film, Fernsehen und der Einsatz von Musik.

Neben verschiedenen Workshops, in denen Szenen aus unterrichtsrelevanten Stücken erarbeitet werden, stehen für die Klassen 9 bis 13 zahlreiche Vorträge zur Auswahl: Vom griechisch-römischen Theater über die Commedia dell’arte, vom Theater der Renaissance und des Barock bis zum Theater der Moderne, einzelne Autoren und ihre Werke usw.

„Von der literarischen Vorlage zur Inszenierung“ – unter diesem Motto wird im Rahmen einer Theater AG oder Projektgruppe mit interessierten Schülern unter professioneller Anleitung ein Schauspiel oder Musical erarbeitet und in der Schule oder im Odeon-Theater aufgeführt.

"Musical bedeutet für mich Spaß, Freude und Spiel, vor allem aber Freude.", Elisabeth Opitz | Schülerin aus Goslar

"Theater ist nicht nur Schauspiel. Theater ist Zusammenhalt und Rückhalt, Glück und Freude, Stärke und Erwachsen werden und ein Stück weit auch ein zweites zu Hause.", Philipp Steinecke | Schüler aus Goslar

"Beim Schauspielern, Singen und Tanzen kann man seinen oft stressigen Alltag loslassen. Es ist toll, dass einem das Odeon diese Möglichkeit gibt und man gefördert wird.", Tobias Peppersack | Schüler aus Goslar

"Jedes Jahr entsteht aufs Neue eine tolle Gemeinschaft durch das Musical, ein Teil dieser Gemeinschaft zu sein, zu singen, zu tanzen, Spaß zu haben, das ist das Tolle daran! Und man fühlt sich fast wie in einer riesigen Familie.", Lena Burgdorf | Schülerin aus Goslar

Artikel aus der Goslarschen Zeitung, vom 09. März 2011